Teil 2 - China für Fortgeschrittene: Von historischen Dörfern,

ueber Drachenrückenreisterassen bis hin zu einer gemütlichen

Kahnfahrt

Hanoi (Vietnam)
120. Reisetag
2.813 Kilometer
(Zug: ca. 12.740 KM)

 china02 20121010 1258458241Mit idyllischen Landschaften im Kopf und frisch gestylten Haare auf dem Kopf haben wir es mitsamt unserer Räder in den Zug geschafft. Aus Kostengründen fahren wir wieder einmal gehobene Holzklasse, soll heißen, Hard Sleeper oder auch sechs Pritschen auf 4 Quadratmetern. Wieder fallen wir als Touristen auf, anscheinend reisen alle anderen per Flugzeug oder leisten sich ein weiches Bett. Die vielen Blicke schreiben wir diesmal aber in erster Linie der Leistung unserer zwei Star-Friseure zu. Beim gegenseitigen Anblick müssen wir selber lachen, sehen wir doch wie ein schwules Pärchen aus, das mit frisch gegelten Haaren und neuem Outfit (wir waren bei H&M shoppen) auf dem Weg in einen der Shanghaier Nachtclubs unterwegs ist, statt auf eine 12-stündige Zugreise in einem Schlafwagon, dessen Insassen sich mit Jogginghose und Schlabberlook gänzlich den Gegebenheiten angepasst haben.
Die letzten Wochen haben unsere Relationen für Distanzen gehörig verschoben: die bevorstehenden 1.500 Kilometer sehen wir mittlerweile als Katzensprung an. Aber wir haben keine falschen Illusionen, dieses Zeit/Raumgefühl wird sich spätestens in Vietnam ändern, wenn wir wieder mit Muskelkraft Kilometer machen und in 10-Kilometer Schritten denken.

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Teil 1 - China für Anfänger: Von leckeren Essen über spuckende Chinesen bis zu Top-Hairstylisten

Kunming (China)

95. Reisetag

2.758 Kilometer

(Zug: ca. 11.440 KM)

china  die zwei seiten der medaille 20121002 1675660921

Nachdem wir vom größten Land der Erde, in die kälteste Hauptstadt der Welt (zum Glück im Spätsommer) gefahren sind, geht es jetzt in das bevölkerungsreichste aller Länder, China, das Land des Lächelns im Reich der Mitte :--) Von allen Ländern die wir bereisen, ist China sicherlich am präsentesten in den Medien, sei es in Bezug auf die rapid wachsende Wirtschaftskraft und die dabei zu schaden kommende Umwelt, den Konflikt mit Tibet oder die Ein-Kind-Politik.

Jetzt sind wir ganz gespannt, wie sich das Land und deren Leute für uns darstellen. Leider bleibt uns dafür nur ein Monat Zeit, was uns in Anbetracht der Größe des Landes, lediglich einen Ausschnitt der Landschaft und Lebensweise der Chinesen erfahren lässt. Deshalb wollen wir die Zeit möglichst optimal nutzen und haben uns für eine, zwischen Städten und Natur ausgewogene Reiseroute entschieden. Die limitierte Zeit lässt uns schließlich auch davon abgehen, mit dem Rad zu reisen. Stattdessen werden wir die großen Strecken mit Zug und Bus zurücklegen und nur Tagesausflüge mit unseren Rädern unternehmen.

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