Estland

Informationen bei Wikipedia

Informationen beim Auswärtigen Amt

 

Fläche: 45.227 Quadratkilometer

Einwohner: 1.340.021= 30 Einwohner je Quadratkilometer

Hauptstadt: Tallinn

 

Datum Start Ziel Strecke Fahrzeit Durchschn. Geschw. Höhenmeter Bergauf Max Steigung
30.07.2012 Ainazi Pärnu (Estland) 65,86 03:24 19,34 22 2%
31.07.2012 Pärnu Varbola 92,57 04:11 22,07 95 3%
01.08.2012 Varbola Tallinn 73,29 03:45 19,53 205 9%
02.08.2012 Tallinn Ruhetag
03.08.2012 Tallinn Ruhetag
04.08.2012 Tallinn Ruhetag
05.08.2012 Tallinn Ruhetag
06.08.2012 Tallinn Helsinki (Finnland)

Pannen: Keine :--)

Wetter: angenehme 22-26 Grad mit Sonnen/Wolken Mix => perfektes Fahrwetter:--)

Unterkünfte: Eine Nacht in einem heruntergekommenen Motel nach Regenschauer, dann auf einem „wilden Zeltplatz““, in Tallinn Hostel/Hotel (mit Besuch:--)

Verpflegung: deftiges Essen zum Mittag – teilweise 3 Portionen für uns beide:--), in Tallinn leckere in Blätterteig gebackene Fleischtaschen, Elchsuppe und Bier; Pizza beim Esten und Vapiano

Allg. Eindruck: Der bisher kleinste Grenzübergang hat uns eine sehr schöne Aussicht auf das Meer geboten und uns überlegen lassen wo wir unser Ferienhaus einmal hinbauen werden :--)

Super war auch, dass wir alle übrig gebliebenen Euro ausgeben konnten – das hat uns ein ausgiebiges Mittagessen beschert. Zu Litauen und Lettland lässt sich ansonsten kein großer Unterscheid feststellen. 

Wir haben die zweite Nacht auf einen gemütlichen wilden Zeltplatz, mit Feuerstellen und Sitzgelegenheiten verbracht, da konnten wir mal Wiener Würstchen über dem Feuer braten :--)

Tallinn hat eine malerische Altstadt, die eine mittelalterliche Atmosphäre vermittelt. Dazu bieten viele Restaurants deftige Hausmannskost an.


Im Windschatten nach Tallinn

St. Petersburg (Russland)

45. Reisetag

2.528 Kilometer

Nach kurzem Ausruhen in Riga, ging es für uns weiter nach Estland. Hier müssen wir zur Abwechslung mal keine Wechselkurse zum Ausrechnen der Preise nutzen, denn die Esten bezahlen seit 2011 auch mit Euro.

Der Grenzübergang ist noch kleiner als in Lettland, aber sehr schön gelegen an der Ostsee. So können wir auch mal am Strand ein Nickerchen machen und uns bei einer frischen Meeresbriese Ausruhen. Der Mittagspause sehnen wir jeden Tag fast so sehr entgegen, wie der Zielankunft am Abend. Dazwischen gestaltet sich ein üblicher Radtag so, dass wir gegen 8 – 9 Uhr aufstehen und meist nach dem Frühstück gegen 10 – 11 Uhr aufbrechen. Vorher müssen Zelt, Schlafsäcke etc. eingepackt und die Räder gesattelt werden. Dann fahren wir oft Vormittag an einen Supermarkt, um uns mit Getränken und Riegeln einzudecken. Da wir unsere Packesel nicht übermäßig voll laden wollen, fahren wir meist am Nachmittag nochmal zum Supermarkt und kaufen Getränke und Lebensmittel für das Abendbrot. Immerhin hat jeder von uns je nach Wetter einen täglichen Wasserverbrauch von 3-6 Litern. Da kommt es uns sehr entgegen, dass die Märkte in allen Ländern, durch die wir bisher gefahren sind (Deutschland ausgenommen), auch sonntags geöffnet haben.

Ausreichend gestärkt verbringen wir am Tag ca. 4-6 Stunden Fahrtzeit auf dem Sattel. Dass der Kalorienverbauch entsprechend hoch ist haben wir ja schon mal geschrieben, dass man bei nicht ausreichendem Ausgleich schnell einen Hungerast und zittrige Beine bekommt, mussten wir mittlerweile auch schon das ein oder andere Mal am eigenen Leib erleben. Ein paar süße Teilchen vom Bäcker sind z.B. für den hohlen Zahn, weil wir die Kohlenhydrate aus dem Zucker quasi nach drei Straßenkurven verbrannt haben und danach nur noch rumkrebsen. Daher greifen wir lieber auf ausreichend belegte Brote am Morgen zurück. An den Kümmel im Brot haben wir uns so auch schon gewöhnt.

 

Wenn wir genügend Kraftreserven haben und die sonstigen Verhältnisse - Wind, Straßenverhältnisse, Motivation - stimmen, schlägt sich das gleich positiv auf unsere Fahrwerte nieder: in Estland haben wir endlich mal die 20 Km/h Durchschnittgeschwindigkeits-Grenze deutlich überschritten (>22 Km/h) :--) Aber wir sind ja ehrliche Radfahrer: Auf 10 Kilometern hat uns ein Mähdrescher unterstützt, der vor uns auf der Landstraße mit konstanten 26 Km/h gefahren ist und uns so perfekten Windschatten geboten hat. Wir haben kurz überlegt ob wir dem Fahrer nicht Geld bieten, damit er bis Tallinn durchfährt :--) Aber wir haben es dann schließlich auch so hinbekommen und sind dann gleichmal fast fünf Tage in der Hauptstadt Estlands geblieben. Hier kam dann auch der lang ersehnte Besuch aus Frankfurt von Matthias‘ Freundin Maj, die für fünf Tage die Zeit mit uns in Tallinn und Helsinki verbrachte. Wir haben die wunderschöne Altstadt Tallinns besichtigt und die Zeit zur Entspannung genutzt.
Bei den abendlichen Stadtspaziergängen und Barbesuchen ist die Nähe zu dem Hochpreisland-Finnland zu spüren, denn viele Finnen kommen her, um sich mit ausreichend Alkoholika einzudecken. Warum, haben wir spätestens bei der Ankunft in Helsinki festgestellt – aber darüber schreiben wir erst im nächsten Bericht :--)

Viele Grüße

Patrick und Matthias