Finnland

Informationen bei Wikipedia

Informationen beim Auswärtigen Amt


 

Fläche: 338.432 Quadratkilometer

Einwohner: 5.404.956 = 16 Einwohner je Quadratkilometer

Hauptstadt: Helsinki

Datum Start Ziel Strecke Fahrzeit Durchschn. Geschw. Höhenmeter Bergauf Max Steigung Übernachtung
06.08.2012 Tallinn Helsinki (Finnland) Hotel
07.08.2012 Helsinki Ruhetag Hotel
08.08.2012 Helsinki Porvoo 52,32 02:54 18,03 320 8% Zeltplatz
09.08.2012 Porvoo Kotka 85,19 04:46 17,81 546 7% Zeltplatz
10.08.2012 Kotka Ruhetag 11,68 00:43 16,05 122 6% Zeltplatz
11.08.2012 Kotka Vyborg (Russland) 130,11 07:39 16,98 702 8% Hostel

 Pannen: 0:--)

Wetter: In Helsinki bewölkt, später sonnig aber frisch

Unterkünfte: Helsinki: Hotels; ansonsten Zeltplätze (Kosten ca. 25€ pro Nacht)

Verpflegung: Helsinki: Restaurant/Imbiss/Selbstverpflegung- Rest:cusine a la Camping-Kocher

Allg. Eindruck: Nach den baltischen Ländern fühlt man sich in Finnland wieder an Deutschland erinnert, was den Lebensstandard, aber auch die Preise angeht. Schön ist ,dass man praktisch jeden ansprechen kann, weil der Großteil der Leute dem Englischen mächtig ist. Auch super sind die zahlreichen Radwege, die uns das Fahren auf den Landstraßen ersparen. Das typisch skandinavische Flair der vielen Meeresengen und Seen gefällt uns sehr gut und lässt uns unsere Akkus aufladen, bevor es in die hektischen Großstädte Russlands geht.


Außer Spesen - nix gewesen viel gesehen

Irkutsk (Russland)

55. Reisetag

2.548 Kilometer

(Zug: ca. 6.000 KM)                

Zur Abwechslung fahren wir mal nicht auf Drahteseln über eine Ländergrenze – nach Finnland geht‘s mit der Fähre. Da unsere vollbepackten Fahrräder aber eher einem Lasten-KRAD ähneln, müssen wir gemeinsam mit der PKW Karawane in den Bauch des Schiffes einfahren. Nach ca. zwei Stunden Fahrt ist es dann soweit, wir sind in Helsinki angekommen und haben damit Land Nummer sechs erreicht.

Gleich aufgefallen ist uns, dass Helsinki sehr fahrradfreundlich ist, was sich in einer Vielzahl an Radwegen widerspiegelt, die von vielen Radlern genutzt werden. Auch durch die zahlreichen Gewässer, die der Stadt eine gemütliche Atmosphäre geben, war uns die finnische Hauptstadt gleich von Beginn an sympathisch :--) In einer Stadt mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von ca. 7 Grad wird jeder Sonnenstrahl dann auch gleich zum Anlass genommen die Zeit draußen zu verbringen. Wer kann schon von sich behaupten einen Meerzugang in fußweite zu haben?? Hoffentlich wir irgendwann, wenn wir unser Traumland für die Zeit als Rentner gefunden haben ;--)

Entgegen unserer bisherigen Devise möglichst günstige Unterkünfte aufzusuchen, sind wir in Helsinki mal davon abgegangen und nächtigen etwas vornehmer. Die dabei ansteigende Lust auf Campingplätze können wir in den nächsten Wochen ja sicherlich noch ausreichend befriedigen :--)

Neben den Übernachtungen, haben sich nahezu alle Ausgaben in Finnland im Vergleich zu den anderen Ländern vervielfacht. Zum internationalen Vergleich wird hierzu gern der BIG-MAC-Index verwendet, um anhand der Burger die Preishöhe der verschiedenen Länder vergleichbar zu machen. Wir greifen dafür lieber auf unseren persönlichen Einkaufskorb zurück – Döner, Wasser, und Bier (Wein). Hat ein Döner in Polen und dem Baltikum noch ca. 2,5 € gekostet, müssen wir selbst im Finnischen Niemandsland kurz vor der Russischen Grenze 6 € hinblättern. Eine Flasche Wasser kostet hier auch nicht mehr 25-50 Cent sondern 1-1,5 € und das Flaschenpfand liegt bei 40 Cent, für ein Glas Wein müssen gleich mal 9€ auf den Tisch gelegt werden. Da sparen wir uns den Genuss von Bier und Co. lieber – schließlich wartet ja noch der Russische Wodka auf uns :--)

Gut für unsere Reisekasse ist, dass wir nur fünf Tage in Finnland sind. Trotzdem fühlen wir uns hier sehr wohl. Nicht nur die sehr angenehm zu befahrenden Straßen und Radwege, sondern auch die oft herrlich daliegenden Seen und Holzhütten erzeugen das typisch skandinavische Flair, auf das wir uns schon gefreut hatten. Deshalb haben wir kurzerhand an einem sehr schön gelegenen Zeltplatz entschieden noch einen Ruhetag einzulegen, bevor es in Russland in die Millionenstädte St. Petersbug und Moskau gehen soll. Insgesamt hat sich der extra Schlenker also mehr als gelohnt und wir werden bestimmt nochmal wiederkommen – dann bevorzugt mit dem Boot :--)

Die Vorzüge von Finnland – auch besonders die leichte Verständigung dank der durchweg sehr guten Englischkenntnisse der Finnen – noch mehr zu schätzen, wissen wir seitdem wir in Russland eingereist sind => Fortsetzung folgt :--)

Beste Grüße

Patrick und Matthias