Matthias – Mein Italien-Rezept: Tolle Städte, versüßt mit

etwas Aufregung, ausreichend Wind und Regen auf dem

Land, durchweg viel Gastfreundlichkeit und eine Prise Heimweh

 

Frankfurt

275. Reisetag

9.539 Kilometer Rad

 

Seitdem mein Radständer  in Malaysia abgebrochen ist, muss ich mir immer was zum Anlehnen suchenDrei Wochen bin ich mittlerweile auf Sizilien und habe die Insel einmal umrundet. Ich hatte hier eine super Zeit, doch jetzt bin ich auf weitere Städte und Landschaften gespannt. Deshalb geht es nun für mich per Fähre auf das italienische Festland nach Neapel.

 

An Bord der „MS Albtraum“

Die Radunterbringung klappt problemlos und ich suche mir für die kommenden zehn Stunden ein ruhiges Plätzchen in der Sitz-Lounge. Nahezu alle Passagiere haben sich in eine Schlafkabine eingebucht, so dass ich mit zwei weiteren Männern ausreichend Platz im Warteraum zur Verfügung habe. Im TV laufen nur italienische Seifenopern und den „Spiegel“ habe ich auch schon ausgelesen, also versuche ich etwas zu schlafen. Schon kurze Zeit später bekomme ich allerdings einen großen Schreck, unter meinem Sitz kriecht eine Frau hervor, die sich meinen Rucksack vom Sitz angeln will. Á la Lucky Luke stehe ich schneller kerzengerade als mein Schatten mir folgen kann, brülle das ganze Schiff zusammen und greife nach dem Rucksack. Merkwürdigerweise hat sich die Frau in Luft ausgelöst und ich realisiere, dass das Ganze nur ein Albtraum war – habe wohl vorher zu viele Spiegel-Geschichten gelesen. Die beiden Männer sind ebenfalls aufgeschreckt und verstehen den Trubel nicht. Ich muss sie mehrmals beschwichtigen; alles gut, war nur ein Tick:-))

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Patrick – der Reiseonkel und der weiße Rauch über Rom

Marseille

275. Reisetag

9.678 Kilometer Rad

 

Auf geht es von Neapel Richtung Rom. Ich hatte mir drei Tage für die ca. 250 Kilometer vorgenommen. Da ich aber wie jetzt schon öfter das Glück hatte, am letzten oder vorletzten Tag vor meiner Ruhepause einen Regentag zu erwischen, radelte ich auf Grund nasser Sachen, etwas Rückenwind und Kälte die Strecke in 1 ½ Tagen. In Rom angekommen, konnte ich auch einen Tag eher in das zentral gelegene Hostel einchecken. (-; … Nach einer heißen Dusche begann die Eroberung Roms …

 

Rom mit rund 3,3 Mio. Einwohnern ist die größte Stadt Italiens. Die Sehenswürdigkeiten wie z.B. die Spanische Treppe, das Colloseum, der Trevi Brunnen und den für mich tollen Park Villa Borgese, sind alle sehr zentral und gut zu Fuß zu erreichen. Ich bin meistens einfach ohne große Pläne in die Stadt gegangen und habe immer wieder neue, schöne und interessante Sachen entdeckt.

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Patrick – von Palermo bis Neapel … stark, hart am Wind …

Rom

254. Reisetag

8.609 Kilometer Rad

Wie schon im letzten Bericht geschrieben, sind wir mit Matthias gut in Palermo/Sizilien angekommen. Eine Pause von fünf Tagen musste reichen, um den Kulturschock zwischen Asien und Europa zu verarbeiten und um sich an den Temperaturunterschied zwischen Singapur und Palermo (ca. 15°) zu gewöhnen. Ich verbrachte die Tage mit etwas Sight­see­ing, die Route für die nächsten Tage, Wochen und Monate zu planen und einem superschönen Abend und leckerem Essen bei Maj und Matthias in ihrem Apartment. (--: Abschiedsstimmung!

Im letzten Bericht haben wir ja schon angekündigt, dass wir unsere jeweilige Europarunde allein radeln werden. Bei mir ging es am Samstag, den 23.02.2013 los und zwar gaaaaaanz allein. Ich bin schon mal neun Tage allein Rad gefahren. Das Ziel war damals die Nordsee - Sankt Peter Ording. Mit dem Wissen, dass es auch manchmal etwas einsam und schwer werden kann, aber auch eine tolle Erfahrung mit sich bringt, fuhr ich optimistisch los. Die ersten Kilometer rollten mit guter Musik im Ohr wie von allein. Ich spürte regelrecht die neue Freiheit, die das Alleinreisen mit sich brachte. Mein nächstes Etappenziel sollte mich bis an den Vulkan Ätna und natürlich auch bis nach oben führen. Mit diesem Ziel vor Augen fuhr ich trotzend dem Wind an der Küste entgegen, bis ich in das bergige Hinterland der Nordküste Siziliens einbog, denn ich wollte auf dem schnellsten Wege Richtung Ätna.

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Matthias -Der mit dem Wolf tanzt auf italienisch

   Rom

263. Reisetag

           8.270 Kilometer Rad   

 

                

 

Ciao bella Italia - hier schließt sich der Kreis, denn während des Mittagessens bei einem Italiener hat mich ein Kollege mit der Idee einer längeren Tour infiziert - das ist mittlerweile fast zwei Jahren her. Jetzt sind wir hier - Palermo empfängt uns zwar nicht mit Sonne und Badehosen-Wetter, doch trotzdem fühle ich mich in der Hauptstadt Siziliens mit ihre engen Gassen und dem Bergpanorama sofort wohl. Das liegt natürlich auch daran, dass meine Freundin Maj mich hier für acht Tage besuchen kommt. Die nächste Woche liegt für uns ganz im Zeichen des Kennenlernens sizilianischer Spezialitäten - la dolce vita wir kommen. Doch vorher packe ich erstmal meine nachträglichen Weihnachtsgeschenke aus und freue mich über das praktischte Utensil bei 20 Grad Temperaturunterschied - einen Fleece Pullover. Dass ich den noch bitter nötig haben werde, bekomme ich später zu spüren.

 

Für das leibliche Wohl ist auf Sizilien bestens gesorgt

Während ein Deutscher durchschnittlich acht Kg Nudeln pro Jahr konsumiert, kommen bei
 den Bewohnern der Stiefelhalbinsel mit 26 kg mehr als dreimal soviel Pasta auf den Tisch. Daneben stehen Panini Brote, jegliche  Meeresfrüchte neben vielerlei Gemüse, Pizza sowie verschiedenste Süßspeisen auf den favorisierten Speisezetteln. Gegen diese Ernährungsgewohnheiten haben wir wenig einzuwenden und besuchen in den kommenden Tagen einige Restaurants und einfache Trattorien, um uns einmal durchzuprobieren. Dabei entdecken wir viele Oasen des guten Geschmacks :--) Neben den bekannten Köstlichkeiten a la Pizza & Pasta haben es uns besonders die Nachtische angetan: Typisch sizilianische Cannoli - fritierte Teigtaschen mit einer Ricotta Füllung - und das leckere italienische Eis in brioche (fetter Hefeteig), landen regelmäßig in unseren Mündern.

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