Litauen

Informationen bei Wikipedia

Informationen beim Auswärtigen Amt


Fläche: 65.300 Quadratkilometer

Einwohner: 3.187.659 = 52 Einwohner je Quadratkilometer

Hauptstadt: Vilnius

 

Datum Start Ziel Strecke Fahrzeit Durchschn. Geschw. Höhenmeter Bergauf Max Steigung
18.07.2012 Olecko Marijampole (Litauen) 99,67 05:11 19,21 388 5%
19.07.2012 Marijampole Kaunas 61,26 03:21 18,21 111 3%
20.07.2012 Kaunas Ruhetag
21.07.2012 Kaunas Kedairiai 55,17 03:12 17,23 147 7%
22.07.2012 Kedairiai Pasvalys 105,28 05:39 18,60 147 4%
23.07.2012 Pasvalys Vecumnieki (Lettland) 84,38 04:19 19,51 101 5%

Pannen: Keine :--)

Wetter: Anfänglich noch kühl und regnerisch; später Sonne und Wolken und angenehme Temperaturen

Unterkünfte: Meist einfache Hotels/Pensionen

Verpflegung: Mittags im Bistro/Supermarkt (Würste mit Brot); Abends Restaurant

Allg. Eindruck: Wir fahren oft auf kilometer auf Landstraßen ohne ein Dorf oder Ort zu sehen. Die Menschen machen einen freundlichen Eindruck; eine Omi wollte uns auf der Karte den Weg zeigen - die Kommunikation war lustig. Wir sind positiv überrascht, dass viele Litauer in Serviceberufen gut Englisch sprechen und die Restaurantkarten zweisprachig sind. Die Altstadt von Kaunas hat uns gut gefallen und das Essen war oft lecker. Und noch was Gutes zum Schluss: Die Straßen sind meist gut zu befahren - selten finden wir Flickenteppiche vor.


Durch das Tor zum Baltikum

Sigulda (Lettland)

28. Reisetag

1.674 Kilometer

Mit unserer „unter Bushaltestellen vor dem Regen verstecken Technik“ haben wir es schließlich nach drei Wochen Fahrzeit ins baltische Litauen geschafft. Somit kommen wir jetzt nicht mehr mit unserem mittlerweile fließendem Polnisch weiter und müssen uns mit nuschelnden Wortfetzen durchkämpfen. Aber wir haben positiv festgestellt, dass die Litauer recht passabel Englisch sprechen, was unsere Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten vereinfacht.

Apropos Übernachtungen, entgegen der romantischen Vorstellung, dass wir bei Wind und Wetter immer in der Natur verharren, sieht die Realität etwas anders aus. Das miese Wetter und die im Laufe des Tages steigende Lust nach einer warmen Dusche und der Erholung in einem richtigen Bett haben uns schon einige Male in ein einfaches Hotel bzw. Pension getrieben. So auch in Kaunas, der 2. größten Stadt Litauens. Hier haben wir auch mal wieder einen Ruhetag eingelegt. Dieser startete am Morgen beim Gang zum Bäcker gleichmal mit einem Aufreger, als wir feststellen mussten, dass sich während der Nacht jemand an unseren im Hausflur angeschlossenen Rädern zu schaffen gemacht hat.
Der Schaden: Patricks Sattel und Aufsatz vom Radcomputer, sowie unser E-Werk zum laden der MP3-Player. Für Matthias‘ Sattel hat offenbar die Kraft zum Abschrauben gefehlt. Da denkt man, nach Brandenburg und Polen hat man diebstahltechnisch die heißesten Pflaster hinter sich gelassen und dann sowas :--(

Ersatz für den Sattel war zügig beim Radladen in der Innenstadt besorgt, das E-Werk werden wir aus Kostengründen nicht neu anschaffen. Hoffentlich bekommt der garstige Dieb beim Fahren auf dem Diebesgut einen mindestens so roten Pavian-Hintern wie wir und bereut seine Tat :--)

Von dieser unschönen Geschichte abgesehen, hat uns Kaunas aber gut gefallen. Es hat eine kleine aber feine Altstadt und einen nette Atmosphäre und den Abend haben wir mit leckeren litauischen Essen ausklingen lassen. Auch hier sind Borschtsch und Hering mit Kartoffeln beliebte Vorspeisen. Hauptgerichte sind oft deftig und das Bier geht gut runter.

Neben Kaunas und der Hauptstadt Vilnius gibt größtenteils kleine Ortschaften; so fahren wir teilweise kilometerweit durch menschenleere Gebiete, sind aber positiv von den oft schön hergerichteten Vorgärten angetan. Das wir uns nicht verfahren liegt nicht nur an unserer doppelt abgesicherten Navigation mit Karten und GPS-Navi, sondern auch daran, dass Litauen beim Straßenbau offensichtlich die USA zum Vorbild genommen hat, weswegen viele Straßen wie an einer Schnur gezogen geradeaus gehen. Da wünscht man sich auch schon mal zur Abwechslung ein paar Kurven :--)

Da das Land so klein und wir – die Tour de France im Hinterkopf – sehr schnell sind, hat es diesmal leider nicht gereicht, um uns die wichtigsten Touri-Wörter anzueignen. Nach etwas über 300 Km sind wir auch schon durchs „baltische Tor“ durch und in Lettland eingefahren und sind gespannt, wie sich die baltischen Länder unterscheiden.

Bis zum nächsten Bericht beste Grüße

Patrick und Matthias

PS: Neben der ersten 1.000 Km Marke hat auch das Spendenkonto die 1.000€ Grenze überschritten. An dieser Stelle vielen Dank an alle Spender- weiter so :--) Das Geld ist überwiesen und wir haben schon dankende Rückmeldung von den beiden Projekten erhalten.