Thailand

Informationen bei Wikipedia

Informationen beim Auswärtigen Amt


 

Fläche: 513.115 Quadratkilometer

 

Einwohner: 69.522.234 = 135 je Quadratkilometer

Hauptstadt: Bangkok

 

Datum Start Ziel Strecke Fahrzeit Durchschn. Geschw. Höhenmeter Bergauf Max Steigung Übernachtung
13.12.2012 Sisophon Aranyaprathet (Thailand) 56,8 02:41 21,09 18 2% Hotel
14.12.2012 Aranyaprathet Khao Hin Son 118,11 05:11 22,75 187 3% Hotel
15.12.2012 Khao Hin Son Chachoengsao 56,46 03:00 18,76 45 3% Hotel
16.12.2012 Chachoengsao Bangkok 68,28 03:21 20,41 76 4% Apartment
17.12.2012 - 04.01.2013 Bangkok
04.01.2013 Bangkok Ban Laem 58,8 02:56 19,97 53 5% Bungalow
05.01.2013 Ban Laem Cha am 67,05 03:24 19,71 9 5% Hotel
06.01.2013 Cha am Pak Nam 77,69 03:52 20,08 46 2% Hotel
07.01.2013 Pak Nam Prachuap Khiri Khan 53,76 02:52 18,7 32 5% Hotel
08.01.2013 Prachuap Khiri Khan Ruhetag Hotel
09.01.2013 Prachuap Khiri Khan Thang Chai 72,55 04:25 16,39 157 5% Hotel
10.01.2013 Thang Chai Pak Khlong 76,29 04:20 17,54 244 5% Hotel
11.01.2013 Pak Khlong Pak Nam (Chumphon) 67,06 03:45 17,88 306 4% Hotel
12.01.2013 Pak Nam (Chumphon) Thung Tako 100,14 05:13 19,19 323 9% Hotel
13.01.2013 Thung Tako Chaiya 88,88 04:19 20,54 33 4% Hotel
14.01.2013 Chaiya Suratthani 42,98 02:04 20,68 58 3% Hotel
15.01.2013 Suratthani Ko Samui Fähre Hotel
16.01.2013 Ko Samui Ruhetag Hotel
17.01.2013 Ko Samui Koh Phangan Bungalow
18.01.2013 Koh Phangan Ruhetag Bungalow
19.01.2013 Koh Phangan Ruhetag Bungalow
20.01.2013 Koh Phangan Krabi Fähre/Bus Hotel
21.01.2013 Krabi Ruhetag Hotel
22.01.2013 Krabi Khlong Phon 62,06 03:30 17,71 254 4% Hotel
23.01.2013 Khlong Phon Trang 74,43 04:14 17,57 282 9% Hotel
24.01.2013 Trang Thung Wa 77,74 03:59 19,5 257 5% Bungalow
25.01.2013 Thung Wa Langu 39,03 01:58 19,76 74 3% Bungalow
26.01.2013 Langu Ruhetag Bungalow
27.01.2013 Langu Langkawi (Malaysia) 75,67 Hotel

 

Pannen: Loch im Reifen bei Patrick durch gemeine Reißzwecke :--)

 

Wetter: Durchgängig warm bei 35 Grad und meist Sonne; kein Regen

 

Unterkünfte: In Bangkok ein Apartment, ansonsten Hotels oder Bungalows

 

Verpflegung: Zu Weihnachten mal was feines: Sushi und andere japanische Leckereien; im Apartment auch mal Selbstverpflegung mit Nudeln und Bolognese und Wraps. Während der Radtage oft Curry, Nudelsuppen und gebratenen Reis

Allg. Eindruck: Thailand hat uns sehr gut gefallen. Wir wurden oft gegrüßt und haben auch mal Mittagessen und Obst geschenkt bekommen. Die Leute sprechen etwas Englisch, ansonsten haben wir uns mit Händen und Füßen verständigt. Im Süden spürt man den Übergang vom Buddhismus zum Islam.

Neben den Touristen Hotspots, Krabi,Koh Samui, fanden wir vor allem Koh Phangan sehr entspannend.


Verfolgt und bestohlen aber trotzdem das Paradies gefunden

Bukit Merah (Malaysia)

214. Reisetag

6.474 Kilometer

(Zug: ca. 13.500 KM)

Nach dem letzten Eintrag, unserem „Zwischenfazit“ der Reise, wollen wir euch kurz abholen, damit alle wissen wo wir uns befinden:

Die beeindruckenden Tempelanlagen Angkors lassen wir hinter uns, passieren recht zügig die Grenze von Kambodscha zu Thailand in einer Stunde und machen uns schnurstracks auf den Weg Richtung Thailand, schließlich erwarten uns in der Hauptstadt Bangkok ein nettes Apartment und fast drei Wochen körperliche Entspannung. So zügig wie erhofft kommen wir aber leider nicht voran, der Mittags-Snack – ein von außen normal aussehendes Thunfisch-Sandwich – hat sich als fiese Bakterienschleuder erwiesen und Matthias kurzerhand für vier Tage außer Gefecht gesetzt. Vorwärts geht es nur noch mit dem Abschleppband aus Obi und Patrick als Lokomotive.

In Bangkok angekommen, lassen wir es uns dann gut gehen, es ist ja schließlich auch Weihnachten und ein paar besinnliche Tage haben wir uns nach den letzten Wochen verdient. Was das Level unserer Weihnachtsstimmung betrifft, beschreibt „ausbaufähig“ die Lage treffend, trotz Weihnachts-Deko in der Stadt und „Last Christmas“ im Radio, kommt bei 35° nur wenig davon auf und ohne Ofen fallen dieses Jahr auch Plätzchen backen und der Weihnachtsbraten aus. Dafür bringen uns selbstgemachte Pasta und Wraps mit Gemüse und Fleisch die ersehnte Abwechslung zum Reis- und Nudeleinerlei. Ab und zu gibt es auch Sushi – „all you can eat“ versteht sich!    
Wenn wir mal nicht essen, schauen wir uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt an oder bummeln durch eine der zahlreichen Shopping-Malls, die es hier wie Sand am Meer gibt. Für uns gilt aber meist nur gucken nicht kaufen, sonst ist das Budget schnell aufgebraucht. Dafür wollen wir mal etwas für die Entspannung unserer geschundenen Körper tun und finden durch den Tipp eines Freundes ein gutes Massage-Studio. Eine klassische Thai-Massage sollte uns doch ausreichend lockern. Die älteren Damen freuen sich sichtbar über die neuen „Farang“ Kunden (Thai für Ausländer) und krempeln die Ärmel hoch, los geht’s: Die beiden haben so kräftige Hände, dass ich es mir zweimal überlegen würde ein Duell in Armdrücken oder Fingerhakeln anzufangen :--) Als es dann in die Region der Oberschenkel und Waden geht, merken wir die letzten gut 5.000 Kilometer schmerzhaft. Ergebnis nach einer Stunde, wir haben vorher nie gekannte Wadenschmerzen und werden zukünftig nur noch die sanfte „Öl-Massage“ wählen.

Die Zeit in Bangkok ist sehr kurzweilig, obwohl wir dieses Jahr nicht in der Stadt nach Geschenken suchen und den Weihnachtsbaum besorgen müssen, sind die Feiertage schon vorbei und Silvester steht vor der Tür. Wir bekommen WG-Zuwachs von Vivian und Finn, die Patrick in Vietnam getroffen hat und mit denen wir uns bis Neujahr die Wohnung teilen. Zusammen pilgern wir ins Stadtzentrum, um das Feuerwerk zu bewundern. Trotz der Massen an Zuschauern, die von dem bevorstehenden Spektakel angezogen werden, erinnert die Pyrotechnik eher an die Qualität der Cottbuser Stadtfest-Knallerei :--)

Zum Neujahrstag kommt dann doch noch was Positives vom Himmel, unser gemeinsamer Freund Mathias fliegt mit Sack und Pack (und ein paar Mitbringseln) aus Berlin ein und wird mit uns die nächsten sechs Wochen bis nach Singapur radeln. Einen passenden Drahtesel finden wir bei einem Second- Hand Fahrradshop und sind damit startklar für die Weiterfahrt.   
Da wir Mathias den Genuss des Radelns bei 35 Grad+ nicht länger vorenthalten wollen, schwingen wir uns auch gleich am kommenden Tag wieder auf die Räder. Es geht gen Süden, Kurs auf die Inselgruppe an der Ostküste. Unterwegs fällt uns schnell die artenreiche Fauna auf, die hier an vielen Ecken kreucht und fleucht. Nicht nur einmal sehen wir einen großen Leguan über die Straße schleichen. Indiana Jones hätte hier seine wahre Freude. Gleiches gilt aber auch für die chinesischen Feinschmecker – so viele Hunde wie hier rumstreunern sind uns bisher nicht begegnet. Die hinterhältige Spezies sind aber eher die „Haus-Hunde“, die anscheinend nicht oft Radreisende zu Gesicht bekommen. Wir müssen an einigen Tagen zahlreiche Sprints hinlegen, um den Vierbeiern zu enteilen die uns verfolgen. Nicht selten verbünden sich die Kläffer auch noch und greifen im Rudel an. Dafür haben wir als Notnagel noch die 1,5 L Wasserflaschen parat.

Nicht nur wegen der gezwungenen Tempoerhöhungen, sondern auch dank des flachen Profils und der guten Wetterbedingungen (seit einem Monat erinnern wir uns an regnerische Radtage nur noch beim Blick auf die alten Reiseberichte:--) kommen wir recht gut voran. Aber das knackige Programm – ein Ruhetag bei zehn Radtagen – fordert auch sein Tribut: Wir sind reif für die Insel(n).
Das Insel-Hopping starten wir auf Ko Samui, zwei Tage verbringen wir auf Thailands drittgrößter Insel. Wir haben vorsorglich ein Zimmer in der Nähe des belebten Chaweng Strandes genommen, schließlich feiern wir hier Patricks 30. Geburtstag. Das geballte Angebot an Restaurants, Bars und Clubs haben wir dann auch entsprechend genutzt ;--) Nach einem „Ruhetag“ geht es mit der Fähre weiter auf die Nachbarinsel Koh Phangan.
Im Vergleich zu Samui ist das Eiland weniger touristisch erschlossen und bietet eine Reihe ruhiger Sandstrände. Weiterer Hauptgrund für die meisten Besucher auf die Insel zu kommen, sind die allmonatlich stattfindenden Mond-Partys; ob Vollmond, Halbmond oder Neumond, alles bietet Grund für eine Feier und zieht regelmäßig drei bis dreißigtausend Touristen an.
Bei der Auswahl der Unterkunft haben wir riesen Glück und werden vom Bungalow-Vermieter zum Besuch auf seiner Dachterrasse bei einem Bier eingeladen. Die Aussicht von oben hat es in sich, auf der Rückseite steigt ein bewaldeter Hügel empor, auf dem die wilden Affen Fange spielen und die Front bietet einen schönen Blick auf das Meer mit Chance auf den Sonnenuntergang. Für uns steht fest, wir haben das Paradies gefunden:--)        

Leider vergeht die Zeit an schönen Orten ja bekanntlich noch schneller und wir müssen schweren Herzens wieder aufs Festland zurück. Per Minivan überbrücken wir den Weg an die Westküste nach Krabi, wo wir noch einen Strand-Tag einlegen. Also schnell die Matte und den Proviant – eine Staude leckere Bananen – rausgeholt und hinlegen…raschel raschel und schwupps weg waren sie. Ein listiger Affe hat 100 Meter gegen den Wind gerochen, dass da drei Greenhorns am Werk sind und hat sich zur Belustigung der anderen Strandgäste innerhalb von 5 Sekunden die Bananenstaude geschnappt und ist damit auf den nächsten Baum geklettert. In Sicherheit packt er gemütlich die Bananen aus, verteilt großzügig einige an die hungrigen Kollegen und mampft genüsslich vor uns hin. Ein Versuch ihn dabei zu stören, quittieren die anderen Affen mit bösem Gesichtsausdruck und machen klar wer hier die Chefs sind. Offensichtlich nicht wir - Guten Appetit!

Auch wenn es die tierischen Bewohner Thailands nicht immer gut mit uns meinen, haben wir dagegen gute Erfahrungen mit den Thais gemacht. An einem Tag bekommen wir das Mittagessen ausgegeben und später schenkt uns ein Mopedfahrer eine Tüte Litschis, als wir gerade unsere 10Km-Pause machen. Generell fühlen wir uns nie verars…., die Preise sind fair und wenn wir mal wieder versuchen einen Studenten-Rabatt (mit Zeichnungen von einem Uni-Gebäude) oder Radfahrer-Sonderpreis herauszuhandeln, bekommen wir immer ein Lächeln geschenkt; manchmal klappt es auch mit dem besseren Preis :--)
Ein paar wichtige Vokabeln haben wir auch drauf, allen voran „aloi ma“ (lecker), da strahlen die Köche jedes Mal. Eine größere Portion gibt es aber nur selten, sodass wir einige Male nachordnern müssen, um unseren Kalorienhaushalt im Gleichgewicht zu halten.

Land und Leute, beides gefällt uns sehr gut, wir haben insgesamt eine super Zeit in Thailand und werden sicherlich nicht das letzte Mal hier sein. Nach der Zeit in Krabi fahren wir noch die letzten 300 Kilometer zur Grenze und nehmen die Fähre Richtung Malaysia.

Über unser Vorankommen in Land Nummer dreizehn unserer Reise und unsere Erlebnisse, berichten wir dann beim nächsten Mal.

Bis dahin Euch allen eine schöne Zeit und viele Grüße von

Mathias, Patrick und Matthias

Verfolgt und bestohlen aber trotzdem das Paradies gefunden